Wie die Produktarchitektur und Produkteigenschaften die Resilienz entlang des Wertstroms beeinflussen: Eine systematische Literaturübersicht

Art

Bachelorarbeit

Track

Research,Main

Wie die Produktarchitektur und Produkteigenschaften die Resilienz entlang des Wertstroms beeinflussen: Eine systematische Literaturübersicht LSWI

Ziel

Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, im Rahmen einer systematischen Literaturrecherche zu untersuchen, wie verschiedene Produkteigenschaften die Resilienz entlang unterschiedlicher Wertstrombereiche beeinflussen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und wie Merkmale der Produktarchitektur, etwa Modularität, Komplexität, Standardisierung, Kritikalität, Variantenvielfalt oder Reparierbarkeit, Auswirkungen auf die Widerstandsfähigkeit von Beschaffung, Produktion, Logistik, Vertrieb und After-Sales-Service haben.

Dabei soll insbesondere untersucht werden:

  • welche Produkteigenschaften in der Literatur im Zusammenhang mit Resilienz betrachtet werden, z. B. Modularität, Schnittstellenstandardisierung, Komponentenkomplexität, Materialabhängigkeit, Variantenvielfalt, Kritikalität, Reparierbarkeit oder Substituierbarkeit,
  • wie diese Produkteigenschaften die Resilienz einzelner Wertstrombereiche beeinflussen, insbesondere Beschaffung, Produktion, interne Logistik, Distribution, Vertrieb, After-Sales-Service und ggf. Rückführung/Recycling,
  • welche positiven oder negativen Wirkungen bestimmter Produkteigenschaften auf Resilienz beschrieben werden, etwa durch erhöhte Flexibilität, bessere Austauschbarkeit, geringere Abhängigkeiten, aber auch durch höhere Komplexität oder schwer beherrschbare Variantenvielfalt,
  • welche Resilienzdimensionen durch Produkteigenschaften beeinflusst werden, z. B. Robustheit, Anpassungsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit, Rekonfigurierbarkeit, Wiederherstellungsfähigkeit oder Transparenz,
  • welche Methoden, Modelle oder Bewertungsansätze genutzt werden, um den Zusammenhang zwischen Produkteigenschaften und Resilienz zu analysieren,
  • und welche Forschungslücken sich hinsichtlich einer produktbezogenen Betrachtung von Value Stream Resilience ergeben.


Die Arbeit soll einen strukturierten Überblick über den Stand der Forschung liefern und herausarbeiten, inwiefern Produkteigenschaften als Gestaltungshebel für Resilienz entlang des Wertstroms verstanden werden können. Die Ergebnisse können als Grundlage für die weitere Entwicklung eines eigenen konzeptionellen Modells zur produktbezogenen Wertstromresilienz genutzt werden.

Bei Interesse oder Nachfragen, melde Dich gerne bei mir: renzo.rauschenberg@lswi.de

Hintergrund

Im Forschungsprojekt ResEngineering wird untersucht, wie produzierende kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ihre Engineering-Strukturen resilienter gestalten können. Im Zentrum steht die Frage, wie Produktarchitektur (PA) und Unternehmensarchitektur (UA) zusammenwirken und wie sich diese Zusammenhänge systematisch modellieren lassen, um Ansatzpunkte für die Bewertung und Weiterentwicklung von Engineering-Strukturen zu gewinnen.

Während Produktarchitektur in der Forschung häufig im Kontext von Modularisierung, Variantenmanagement oder Produktentwicklung betrachtet wird, richtet sich der Blick der Unternehmensarchitektur stärker auf Prozesse, Organisation, Informationsobjekte und IT-Unterstützung. Gerade für produzierende Unternehmen ist jedoch die Verbindung beider Perspektiven relevant, da Produkteigenschaften lebenszyklusbezogene Entscheidungen, Informationsflüsse und organisatorische Anforderungen im Unternehmen wesentlich mitprägen. Bislang ist nur unzureichend geklärt, in welchem Umfang solche integrierten Modellierungsansätze bereits vorliegen, welche Zielsetzungen sie verfolgen und ob dabei auch Resilienz als explizite Zielgröße berücksichtigt wird.

Literatur

Methodik Systematic Literature Review:

  • Tabelle 6 und zugehöriger Text: Durach, Christian F. A Theoretical and Practical Contribution to Supply Chain Robustness: Developing a Schema for Robustness in Dyads. Schriftenreihe Logistik Der Technischen Universität Berlin 33. Universitätsverlag der TU Berlin, 2016.
  • Brocke, Jan vom, Alexander Simons, Björn Niehaves, Kai Riemer, Ralf Plattfaut, und Anne Cleven. Reconstructing the Giant: On the Importance of Rigour in Documenting the Literature Search Process. In http://www.alexandria.unisg.ch/Publikationen/67910. 2009.
  • Für Zieldefinition: Cooper, Harris M. „Organizing knowledge syntheses: A taxonomy of literature reviews“. Knowledge in society, 1988.

Bewerbung

Um Ihnen eine optimale Betreuung bieten zu können, möchten wir Sie bitten, sich im Vorfeld intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und erste Recherchen durchzuführen.

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Vorgehen bei der Einreichung

  1. Füllen Sie das Kontaktformular aus und geben Sie darin Ihre Motivation an (Textfeld). Hängen Sie außerdem ein erstes Exposé sowie einen aktuellen PULS-Auszug als PDF an.
  2. Füllen Sie die Selbstauskunft vollständig aus, um uns weitere Informationen über sich selbst zu geben.

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3. Nutzen Sie die bereitgestellte Vorlage für das Exposé

Sobald Sie Ihre Arbeit eingereicht haben, wird sich die zuständige Betreuungsperson zeitnah per E-Mail bei Ihnen melden, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

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